Immobilienbewertung Verkehrswertermittlung Immobilien Immobilien Markwertermittlung Immobilien Wertermittlung Immobilienschätzung Immobiliensachverständiger Frank Römer


Energieausweis



Seit dem 1.Juli 2009 ist im gesamten Baubestand bei Verkauf oder Neuvermietung sowie als Aushang in großen, vielbesuchten öffentlichen Dienstleistungsgebäuden der Energieausweis notwendig. Er ist einem potenziellen Käufer, Mieter, Pächter oder Leasingnehmer eines bebauten Grundstücks, Wohnungs- oder Teileigentums auf Verlangen unverzüglich vorzulegen. Ausgenommen hiervon sind Gebäude mit nicht mehr als 50 m² Fläche und Baudenkmäler.

Der Energieausweis soll einen Vergleich der energetischen Beschaffenheit von Gebäuden in ganz Deutschland ermöglichen. Deswegen müssen alle Energieausweise inhaltlich und in Ihrem Aufbau (s. Musterabbildungen) den Musterformularen der EnEV 2009 entsprechen. Sie haben im Regelfall eine Gültigkeit von 10 Jahren.

Eine leicht verständliche Farbskala zeigt, wie viel Energie das Gebäude im Vergleich zu ähnlichen Gebäuden benötigt: Liegt das Haus "im grünen" oder eher "im roten" Bereich?

Liegt das Haus "im grünen" oder eher "im roten" Bereich?

Der Energieausweis enthält außerdem Modernisierungshinweise, die Maßnahmen aufzeigen, um die energetische Qualität zu verbessern und informieren den Verbraucher objektiv und unabhängig, wenn solche Maßnahmen für das analysierte Gebäude in Betracht kommen.
Sie sind als reine Empfehlungen gedacht und bedeuten keine Pflicht zur Sanierung oder Modernisierung Ihres Wohnhauses.
Die Modernisierungsvorschläge bedeuten für den Immobilieneigentümer keine Modernisierungsverpflichtung: Sie sind lediglich als Hinweise zu wirtschaftlichen Maßnahmen für Energieeinsparmöglichkeiten.

Der Energieausweis ist grundsätzlich für das Gebäude auszustellen. Energieausweise für einzelne Wohnungen sind nicht vorgesehen, auch nicht bei Wohnungseigentum. Eigentümergemeinschaften müssen also immer gemeinsam einen Energieausweis für Ihr gesamtes Wohnhaus ausstellen lassen. Getrennte Energieausweise für Teile eines Gebäudes dürfen allerdings bei gemischt genutzten Gebäuden mit Wohn- und Nichtwohnnutzung innerhalb eines Gebäudes ausgestellt werden.

INFO:
Unter Gebäuden mit Wohnnutzung = Wohngebäude versteht die Energieeinsparverordnung (EnEV) alle Gebäude, die nach Ihrer Zweckbestimmung überwiegend dem Wohnen dienen, einschließlich Wohn-, Alten-, und Pflegeheimen sowie ähnlicher Einrichtungen. Krankenhäuser sind Nichtwohngebäude. Nichtwohngebäude im Sinne der EnEV sind hingegen alle Gebäude, die nicht der Gruppe den Wohngebäuden gehören: Bürogebäude, Fabriken, Verwaltungsbauten etc.

WICHTIG ist also, dass Sie als Hauseigentümer, mit dem Energieausweis den Energiestandard und Energieeffizienz Ihrer Immobilie, transparent machen und Ihr Gebäude am Markt besser, wertsteigernder darstellen können.
Durch den öffentlich-rechtlich verordneten Ausweis (EnEV 2009) über die Energieeffizienz des analysierten Gebäudes wird auch die Vermietbarkeit energieeffizienter, energiesparender Gebäude weiter verbessert. Am Wohnungsmarkt können höhere Kaltmieten erzielt werden was im Endeffekt auch zur Wertsteigerung solcher Objekte / Mehrfamilienhäuser beitragen kann.

Die EnEV - Energieeinsparverordnung bietet bei bestehenden Gebäuden die Möglichkeit an, im Energieausweis entweder den Energieverbrauch (gemessener Energieverbrauch) oder den Energiebedarf (berechneter Energiebedarf) darzustellen.

Für Wohngebäude mit mehr als vier Wohnungen besteht Wahlfreiheit zwischen dem verbrauchs- oder bedarfsorientierten Energieausweis. Diese Freiheit besteht auch für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen, wenn sie entsprechend dem Standard der 2. Wärmeschutzverordnung von 1977 errichtet oder später auf diesen Standard gebracht worden sind. Für alle anderen Gebäude darf der Energieausweis nur auf Basis des berechneten Energiebedarfs ausgestellt werden.

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