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Neue Energieeinsparverordnung in Kraft



Zum 1. Oktober 2009 ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten. Mit der neuen Verordnung werden die Anforderungen an die energetische Qualität von Neubauten und an die Modernisierung von Altbauten weiter verschärft.

Lukas Siebenkotten (Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB) hierzu:

„Die novellierte Energieeinsparverordnung ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Die Neuregelungen reichen uns aber noch nicht aus. Wir fordern, dass insbesondere im Wohnungsbestand, das heißt bei Altbauten, energetische Verbesserungen zwingend vorgeschrieben werden“, Die bisherigen Vorschriften für den Wohnungsbestand sind halbherzig oder aufgrund langer Übergangsfristen wenig wirkungsvoll.“

Die Neuregelungen im Einzelnen:

Neubauten:
• Wird ein Haus neu gebaut, muss sein gesamter Jahresprimärenergiebedarf um 30 Prozent niedriger
   liegen als noch nach der Energieeinsparverordnung 2007 erforderlich. Die Wärmedämmung der
   Gebäudehülle muss dabei im Durchschnitt 15 Prozent effizienter sein als bisher.

Wohnungsbestand:
• Bis Ende 2011 müssen die oberste begehbare Geschossdecke oder das Dach darüber eine
   Wärmedämmung erhalten.
• Die obersten nicht begehbaren, aber zugänglichen Geschossdecken (zum Beispiel Spitzboden)
   müssen abhängig vom Bodenaufbau in Zukunft stärker gedämmt sein als bisher.
• Bei größeren baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung der Wände, Austausch der
   Fenster) müssen die neuen Bauteile einen 30 Prozent besseren energetischen Wert erreichen als
   bisher gefordert. Alternativ kann der Jahresprimärenergiebedarf des Gebäudes um 30 Prozent
   gesenkt werden. Dafür müsste neben einer energieeffizienten Gebäudehülle eine moderne
   Heizungsanlage eingebaut werden.
• In Wohngebäuden mit mindestens sechs Wohneinheiten müssen Nachtstromspeicherheizungen,
   die älter als 30 Jahre sind, bis 2019 durch effizientere Geräte ersetzt werden.
• Einige Nachrüstverpflichtungen bestehen außerdem auch weiterhin. So muss ein vor 1978
   eingebauter Öl- oder Gaskessel durch einen neuen Kessel ersetzt werden. Alle zugänglichen
   Heizungs- und Warmwasserleitungen im nicht beheizten Keller müssen selbstverständlich gedämmt
   werden.

Siebenkotten:
„In rund drei Vierteln aller Wohngebäude gibt es ein erhebliches Energieeinsparpotenzial. Hier sind weitere gesetzliche Vorgaben für energetische Modernisierungen notwendig. Ziel muss es sein, bis zum Jahr 2020 Neubaustandards zu erreichen. Gleichzeitig sind die Fördermittel zum Beispiel für die CO2-Gebäudesanierung – zuletzt 1,5 Milliarden Euro im Jahr – zu erhöhen und zu verstetigen

Schon jetzt kann man im Rahmen der Immobilienbewertung-Verkehrswertermittlung feststellen, dass energetisch nicht sanierte Häuser aus den 60er und 70 er Jahren immer schwieriger am Markt zu verkaufen sind. Dies trifft insbesondere auf Häuser im ländlichen Raum zu. Zukünftig ist daher im Rahmen der Immobilienbewertung zu überlegen, ob nicht die geforderten, aber meist noch nicht ausgeführten Maßnahmen (z.B. Dämmung der obersten Geschossdecke) nicht zu einem zusätzlichen Wertabschlag bei der Immobilienbewertung führen müssen.

Siehe hierzu auch meine News Energieverbrauch so wichtig wie die Lage


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